Verein für Gemeinschaftsschulen

Aktuelle Pressemeldung (Dez. 2018)

Qualität steckt in der DNA

Bei der Nominierung zum Deutschen Schulpreis 2019 haben es erneut zwei Gemeinschaftsschulen aus dem Südwesten unter die besten 20 geschafft. In diesem Jahr mit dabei: die Alemannenschule in Wutöschingen, sowie die Schillerschule Münsingen.

„Wir gratulieren den Kolleginnen und Kollegen der beiden nominierten Gemeinschaftsschulen – das ist ein tollen Erfolg und ein schöner Beleg, wie an der Gemeinschaftsschule BW exzellente Arbeit geleistet wird“, freut sich Matthias Wagner-Uhl, Vorsitzender des Vereins für Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg e.V., über die Nominierungsnachricht.

Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat vor wenigen Tagen die Schulen auf der Basis umfangreicher Bewerbungsunterlagen ausgewählt. In den kommenden Wochen werden Juryteams die TOP 20-Schulen besuchen und begutachten. Dazu finden Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern statt, Unterrichtseinheiten und Projekte werden besucht.

Mit insgesamt fünf Schulen ist Baden-Württemberg bei der Nominierung 2019 vertreten. Neben den beiden Gemeinschaftsschulen finden sich zwei berufliche Schulen sowie eine Schule in privater Trägerschaft unter den TOP 20. Im Jahr 2017 erreichte die Waldparkschule in Heidelberg, ebenfalls eine Gemeinschaftsschule, gemeinsam mit fünf anderen deutschen Schulen den Kreis der Preisträger. 2018 war keine Schule aus Baden-Württemberg vertreten.

„An den nominierten Gemeinschaftsschulen wird - genau wie an vielen Hidden Champions unserer Schulart im ganzen Land - großartige Arbeit geleistet“, sagt Vereinsvorsitzender Wagner-Uhl. Gerade die Alemannenschule in Wutöschingen zeige mit ihrer konsequenten Entwicklung in Richtung Digitalisierung und individualisiertem Lernen, wie hier der Weg in die Zukunft aussehen kann: „Wir haben hier einen Leuchtturm, der vielen beim Thema Digitalisierung in der Bildung Orientierung geben könnte“. Die Schillerschule Münsingen zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen für die Schulentwicklung gerade im ländlichen Raum hat. Ihre Transition von einer Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule hat die Schule der 5. Tranche mit Bravour gemeistert.

Anfang Juni entscheidet sich bei der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela in Berlin, wer die begehrten Schulpreise mit nach Hause nehmen wird. „Gewonnen haben sowieso schon alle“, erklärt Wagner-Uhl, „denn die Praxisakteure konnten auf einer großen Bühne zeigen, wie gut unter ihrem Dach gearbeitet wird.“ Ohnehin profitieren alle nominierten Schulen vom Schulentwicklungsprogramm des reputierten Preises: Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil. Damit auch gute Schule noch besser wird.

Im zwölften Jahr vergibt die Robert Bosch Stiftung GmbH zusammen mit der Heidehof Stiftung den Deutschen Schulpreis und setzt sich damit für mehr gute Schulen in Deutschland ein. Seit Start des Programms haben sich rund 2.000 Schulen beworben. Der Deutsche Schulpreis ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Bei ihrer Entscheidung bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner sowie Schule als lernende Institution.

„Die untersuchten Merkmale bei dieser Auszeichnung sind – zumindest außerhalb Baden-Württembergs –als unstrittiges Kennzeichen für gute Schulqualität anerkannt - der Gemeinschaftsschule Baden-Württemberg sind sie über ihr Konzept quasi in die Gene geschrieben“, erklärt Wagner-Uhl. Eine ideale Ausgangsposition für zukunftsorientierte, lebensnahe Schule, die von den Nominierungen und Preisen der letzten Jahre objektiv bestätigt wird.

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in Baden-Württemberg e.V.
Öhringer Str. 2
74632 Neuenstein

Die Interessenvertretung der Gemeinschaftsschulen in BW