Konzept der GMS in Erfahrung gebracht, zahlreiche Besucher beim Info-Nachmittag

[15.02.2019] Was ist ein Lerntagebuch? Wie läuft denn so ein Coaching-Gespräch ab? Woher weiß das Kind, wie es aktuell steht? Zahlreiche interessierte Eltern nutzten den Info-Nachmittag der Karl-Trunzer-Schule, um sich über das neue Konzept der Bildungseinrichtung zu informieren. Bei einem Rundgang durch das Schulhaus konnten sich Kinder und Erwachsene ein Bild davon machen, wie die Gemeinschaftsschule arbeitet, und dabei die Schüler und Lehrer mit allen Fragen löchern, ...

„Damit Lernen leicht von der Hand geht …“

Konzept der GMS in Erfahrung gebracht, zahlreiche Besucher beim Info-Nachmittag

[15.02.2019] Was ist ein Lerntagebuch? Wie läuft denn so ein Coaching-Gespräch ab? Woher weiß das Kind, wie es aktuell steht? Zahlreiche interessierte Eltern nutzten den Info-Nachmittag der Karl-Trunzer-Schule, um sich über das neue Konzept der Bildungseinrichtung zu informieren. Bei einem Rundgang durch das Schulhaus konnten sich Kinder und Erwachsene ein Bild davon machen, wie die Gemeinschaftsschule arbeitet, und dabei die Schüler und Lehrer mit allen Fragen löchern, die ihnen auf den Nägeln brannten. Sowohl in den Klassenzimmern als auch bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria herrschte den ganzen Nachmittag über reges Treiben.

Während sich die einen in einer Ausstellung in der Aula beziehungsweise bei einer Präsentation im Medienraum einen theoretischen Überblick über das Konzept der Gemeinschaftsschule verschafften und den Austausch mit Schulleiter Walter Scheuermann, Konrektor Andreas Philipp, Schulsozialarbeiterin Jasmin Hauk sowie Lehrkräften und Eltern suchten, ließen sich andere von den Guides, also aktuellen Schülerinnen und Schülern der KTS, durch das Gebäude führen und informieren.

Hierbei waren vor allem die Klassenzimmer der beiden „Fünfer“ hoch im Kurs. Frisch und frei informierten die Mädchen und Jungs ihre Gäste über den Ablauf eines Schultages, stellten die Elemente „Lerncoaching“ und „Lerntagebuch“ vor, präsentierten ihre Arbeitsplätze und das Lernatelier und beantworteten die anfallenden Fragen. Die theoretischen Hintergründe der Konzepte und der Gemeinschaftsschularbeit wurden parallel dazu von den Klassenlehrerinnen Marina Falkenberg, Alexandra Holzschuh, Elke Jahn-Fischer und Melanie Rebcak vertiefend vermittelt.

Doch auch in den Räumen der 6. Klasse war Hochbetrieb. In der Zeitreise der Geschichte „Von der Steinzeit bis zum Französischen Absolutismus“ lernten die zahlreichen Besucher nicht nur die Arbeit in einem Lerndorf kennen, sondern bekamen beispielsweise auch das Morgenritual von König Ludwig präsentiert. Bei der Höhlenmalerei, dem mühsamen Mahlen von Getreide oder den Steinzeittrommeln durfte natürlich auch selbst Hand angelegt werden.

Genau wie bei den Mitmachstationen des Faches Kunst, an denen ein eigener Schlüsselanhänger aus Filz hergestellt oder ein Lesezeichen aus Papier gefaltet werden durfte. Hier herrschte genauso Hochbetrieb wie nebenan, wo Schülerinnen und Schüler des Faches AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) beim Show-cooking ihre Künste in der Küche zeigten und ihre Gäste auch Cakepops und Panbrot mit Kräuterquark probieren ließen.

Einblick in das Fach „Informatik“ erhielten die kleinen und großen Besucher im PC-Raum, wo sie in das Programm „Scratch“ eingeführt wurden und einen Einblick in das Programmieren einer „Calliope“ erhielten. Und im Physikraum drehte sich alles um Elektronik und Magnetismus. Bei den Versuchen zu physikalischen Phänomenen musste so manch eine zuvor geäußerte Vermutung schweren Herzes „in den Müll geworfen werden“.

Spaß machte den kleinen Gästen vor allem auch das kreative Bauen mit Fischertechnik sowie das Fertigstellen und Gestalten eines elektrischen Zufallswürfels, das im Technikraum von Neuntklässlern angeboten wurde. So war es des Öfteren der Fall, dass sich die Eltern in der von Schülereltern bewirtschafteten Cafeteria eine Stärkung genehmigten oder einen Blick in die Klassenzimmer warfen, während ihre Kids noch an verschiedenen Mitmachstationen verweilten.

Und auch die Sechstklässler und die Schulband waren überglücklich, durften sie doch ihren gemeinsamen Auftritt zwei Mal „vor vollem Haus“ (Musikraum) aufführen. Für ihren lustigen Einakter und die darin eingebundenen Lieder „Schulfreunderocker“ und „Applaus Applaus“ ernteten die kleinen Schauspieler und Musiker viel Applaus und Anerkennung des begeisterten Publikums.

So konnte an vielen Stellen aufgezeigt werden, welches Lernverständnis in der Karl-Trunzer-Schule vorherrscht und wie es der Pädagoge Andreas Müller in einem Zitat ausdrückt: „Damit Lernen leicht von der Hand geht, müssen Lernende ins Handeln kommen.“ Durch das große Interesse der zahlreichen Besucher wurde der Info-Nachmittag zu einer rundum gelungenen Veranstaltung für alle Beteiligten.

Text und Fotos: I. Waldherr, KTS