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Verabschiedung in den Ruhestand

Zum Abschied sangen 7.-Klässler Lieblingslieder von Frau Hollerbach ...
Alles für "Schüler und das Kollegium getan"
 

[22.07.2016] Eine Institution geht - anders kann man es nicht nennen, wenn eine Lehrkraft, die 27 Jahre lang an der gleichen Schule gearbeitet hat, ihren Platz räumt. Und so gab es schon auch einige emotionale Momente, als das Lehrerkollegium der Karl-Trunzer-Schule Margit Hollerbach nach insgesamt 34 Dienstjahren im Rahmen einer Feierstunde in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedete. Auch wenn Rektor Walter Scheuermann keine Gelegenheit ausließ, sie zum Weitermachen zu überreden.

 

Weil... Was will man denn mit der vielen Zeit anfangen - ohne rhythmische Taktung, die herrliche Musik des Weckers am Morgen und die brillanten Arbeiten, die sich zu Hause auf dem Schreibtisch stapeln und die Nächte nicht zu lang werden lassen? In herrlich ironischen und humorvollen Worten zog der Schulleiter all die Vorzüge des Ruhestandes ins Lächerliche und warf einen Blick nach vorn auf einen dann äußerst langweilig anmutenden neuen Lebensabschnitt, der in seiner Rede natürlich ausnahmslos negative Konsequenzen mit sich brachte. Wer braucht schon Beziehungen mit Menschen, die tatsächlich keine Lehrer sind und sogar andere Gesprächsthemen haben? Nicht zuletzt könne sie sich nun auch nicht mehr auf die Ferien freuen. Den Vorwurf "Du lässt uns im Stich" milderte er ab, indem er ihr ein Angebot als Lernbegleiterin unterbreitete. Schließlich seien 27 Jahre an der KTS ja "geradezu lächerlich".

 

"Der Humor ist ein Mittel gegen den Wahnsinn der Normalität", beendete er seinen ersten Teil der Rede, ehe er Hollerbachs beruflichen Werdegang umriss. Nach dem Studium an der PH Karlsruhe sei sie über Pforzheim, Frankfurt und Walldürn 1989 nach Buchen gekommen, dazwischen habe sie längere Zeit mit ihrer Familie im Irak gelebt. Scheuermann charakterisierte die scheidende Lehrerin als eine Person mit einem ruhigen, aber bestimmten und konsequenten Auftreten, die mit Schulleitung und Kollegium jederzeit erfolgreich zusammengearbeitet habe. "In zehn von 20 Jahren lag die Klassenleitung von Klasse 10 in deiner Hand", nannte er ein besonderes "Steckenpferd" Hollerbachs. Auch dank ihrer Routine sei es gelungen, das Niveau der Schüler auf Prüfungsniveau für die Mittlere Reife zu führen. Die Prüfungsleistungen sprächen Bände. Im Rahmen ihrer weiteren Aufgaben nannte Scheuermann beispielsweise die Mentoren-Tätigkeit für Referendare, die sehr erfolgreiche Betreuung der Leichtathletik-Mannschaft im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" und mehrere Projekte im medialen Bereich.

 

Nun bliebe ihm nur noch, ein riesengroßes Dankeschön auszusprechen. Zum einen im Namen des Landes Baden-Württemberg, das sie mit einer Urkunde offiziell in den Ruhestand versetzte; zum anderen im Namen der Schulgemeinschaft, die sie samt ihrem Wirken und ihrem Einsatz sehr vermissen werde. "Du hast alles für deine Schüler und das Kollegium getan", bilanzierte er, als er ein Präsent und einen Blumenstrauß der Schule überreichte. Auch der anwesenden Familie zollte er einen großen Dank dafür, dass das Familienleben mit der schulischen Verpflichtung vereinbar gewesen sei und sie Verständnis und Rücksichtnahme gezeigt hätte.

 

Er wünschte Margit Hollerbach für die "neue Freiheit" alles Gute und verblieb in der Hoffnung, sie von Zeit zu Zeit an der Schule begrüßen zu dürfen. Die gleichen Wünsche äußerte auch das Kollegium, in dessen Namen Elke Jahn-Fischer der scheidenden Kollegin ganz persönliche Präsente übergab. Des Weiteren gab sie zusammen mit Anja Hess und Lisa Müsel einen  musikalischen Gruß zum Besten, während Steffen Keßler zusammen mit dem Schulleiter einen Rückblick mit Bildern vorbereitet hatte.

 

Sichtlich ergriffen und erfreut bedankte sich Margit Hollerbach für die jederzeit faire und kollegiale Zusammenarbeit in einem guten Team. "Ich habe mich hier wohl gefühlt", fasste sie zusammen und bedankte sich vor allem bei den Lehrkräften, die von Anfang an Weggefährten gewesen seien. 

 

Umrahmt wurde die kleine Feier von Liedern der evangelischen Religionsgruppe aus Klasse 7, die unter Leitung von Lisa Müsel Hollerbachs Lieblingslieder "Ins Wasser fällt ein Stein", "Das Kindermutmachlied" und "Danke" zum Besten gab. Des Weiteren hatte Konrektorin Natalie Ederer passende Sprüche zum Ruhestand herausgesucht, den sie als "ruhiges Weitergehen" definierte. Lustig wurde es dann bei einem Spiel, bei dem die zukünftige Ruheständlerin beweisen musste, wie gut sie ihr Kollegium kennt, ehe sie selbst mit dem Lied "Time to say goodbye" einen emotionalen Schlusspunkt setzte.

 

Text und Fotos: Ines Waldherr, KTS

Fotoserie zur Abschiedsfeier

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Das Pressefoto

Margit Hollerbach wurde nach 34 Dienstjahrren im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Das Fotot zeigt v. l.: Rektor Walter Scheuermann, Margit Hollerbach, Karl-Heinz Hollerbach und Konrektorin Natalie Ederer