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Abschlussfeier 2016

Ökumenischer Abschlussgottesdienst mit Kaplan Christian Hess in der Buchener Stadtkirche
"Wir haben Mathe gelernt - mit uns kann man rechnen!"
 
Abschlussfeier in der Stadthalle mit vielen guten Wünschen - Übergabe der Zeugnisse
 
[13.07.2016]

Wenn Ziele erreicht sind, darf gefeiert werden. Wenn es sich bei diesen Zielen um Schulabschlüsse handelt, erst recht. Und so bot die Stadthalle für 78 Schülerinnen und Schüler der Karl-Trunzer-Schule einen würdigen Rahmen, ihr erreichtes "Etappenziel" zu feiern. Bei der großen Abschlussfeier durfte Schulleiter Walter Scheuermann 47 Schülerinnen und Schülern zum Hauptschulabschluss und 31 zum Mittleren Bildungsabschluss gratulieren. Nach dem zweieinhalbstündigen Programm wurde das Schuljahr in gemütlicher Runde ausklingen gelassen.

 

Einen letzten gemeinsamen Abend verbringen, bevor nun alle ihren eigenen Weg gehen - das ist einer der Hauptgründe für diese Veranstaltung, die jährlich am Schuljahresende aufgezogen wird. Und so lag auf der Feier eine Mischung aus Freude (ob des Erreichten) und Melancholie (ob des Wissens, dass man in dieser Runde wohl nicht mehr zusammen kommen wird).

 

Daher war das Grußwort der Elternbeiratsvorsitzenden Mandy Fischer-Ludwig, die das Leben in tiefsinnigen Worten mit einer Zugreise verbildlichte, gut gewählt. Ein kleiner Teil der Reise liege hinter den Schülern, der große stehe noch an. Die Zugfahrt werde immer von Menschen begleitet - von manchen länger, manche steigen schon früher wieder aus. Es gebe die unterschiedlichsten Züge, die unterschiedlichsten Gefühle und Erfahrungen und es liege auch an einem selbst, die Fahrt zu etwas besonderem zu machen. Vor ihrem Wunsch für eine schöne Reise bedankte sie sich bei allen KTS-Lehrkräften, die ihr vollstes Engagement gezeigt hätten, und bei den Eltern, die mit dem Herzen erziehen". Fischer-Ludwigs Wunsch, anderen Menschen mit Respekt, Verständnis und Kompromissbereitschaft entgegen zu treten, zog sich - immer etwas anders formuliert - durch sämtliche Grußworte des Abends.

 

So sprach Beigeordneter Thorsten Weber als Vertreter der Stadt Buchen davon, dass Noten nur ein Baustein für ein glückliches und erfolgreiches Leben seien, Werte wie beispielsweise Fleiß, Toleranz, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder der Umgang mit Konflikten mindestens genauso wichtig seien. Er wünschte den "Fast-nicht-mehr-Schülern", dass sie ihre Stärken und Begabungspotenziale erkennen und fördern, neugierig bleiben, Verstand und Herz kombinieren, ihren Horizont stetig erweitern und den Mut aufbringen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Grußworte

Ganz ähnlich klangen die Wünsche der Klassenlehrer Steffen Keßler (9a), Elke Jahn-Fischer (9b), Christine Philipp (10a) und Margit Hollerbach (10b), die sich Gedanken zum diesjährigen Motto "Wir haben Mathe gelernt - mit uns kann man rechnen" gemacht hatten und ihre Denkanstöße und Wünsche mit passenden Bildern darboten. "Niemals aufgeben! Zeigt, dass man mit euch rechnen kann!", riefen sie ihren Schülern zu.

 

Nachdem Konrektorin Natalie Ederer passend zum Thema mit Fachbegriffen aus der Mathematik begrüßt hatte, stand auch die Ansprache von Schulleiter Walter Scheuermann ganz im Zeichen einer Rechnung: Er stellte "Leistung" als ein Produkt der Faktoren Wissen, Können und Wollen vor und bewies die gegenseitige Abhängigkeit sogar handlungsorientiert. Keiner der drei Teile dürfe gegen Null gehen, mahnte er, und bezog diese Formel nicht nur auf Unterrichtssituationen, sondern auch auf berufliche und private Bereiche. "Wenn diese Lebensformel beherzigt wird, ist ein zufriedenstellender Platz in der heutigen Leistungsgesellschaft möglich", gab er den Absolventen mit auf den Weg. Auch er gratulierte zum Abschluss und appellierte, Ziele zu setzen und immer daran zu denken, dass Erfolg mit Leistung zu tun habe. Sein Dank galt allen Helfern und Unterstützern, die den Jugendlichen in der Schule in irgendeiner Art und Weise zur Seite gestanden hatten. In Vertretung aller erhielten Schulsekretärin Anja Heß und Birgit Heuberger, die Vorsitzende des Fördervereins und Koordinatorin der Caféteria, einen Blumenstrauß. Auch die scheidenden Elternvertreterinnen wurden mit einem kleinen Dankeschön verabschiedet.

 

Zum Programm, durch das Duygu Cinar (9a) und Marius Soyez (9b) führten, gehörten auch Beiträge der einzelnen Klassen. So präsentierte die 9b ein Rhythmical zu "Mambo Number five", die 10b hatte ein Gedicht über das schulische Leben und die einzelnen Lehrkräfte verfasst, die 10a hatte das Lied "Geiles Leben" umgedichtet und Anton Halbritter aus der 9a stellte sein großes Talent, die Mundakrobatik "beatboxing" unter Beweis. Schön war auch die musikalisch unterlegte Fotogalerie, mit der die Klassenlehrer besondere Aktionen des Schullebens in Erinnerung riefen.

 

Einen Blick zurück warf Schülersprecherin Yuletay Aksu. In rührenden Worten beschrieb sie, wie aus dem bunt zusammengewürfelten Haufen Anfang der fünften Klasse, bei dem jeder Einzelne Ecken und Kanten hatte, langsam ein "Ihr" und schließlich ein "Wir" wurde. Wie aus einem fremden Gebäude vertraute Räumlichkeiten wurden und aus unbekannten Gesichtern Helfer und Unterstützer. Es habe Höhen und Tiefen, Freuden und Tränen gegeben, "doch nun können wir stolz sein, unser Ziel erreicht zu haben", rief sie ihren Mitschülern zu und bedankte sich bei allen Lehrern für die aufgebrachte Kraft, Ausdauer und Geduld. Sie gab zu, den Nutzen der Strenge erst jetzt erkannt zu haben, und vermutete, dass andere Menschen an Stelle der Lehrer sicher längst einen Nervenzusammenbruch erlitten hätten.

 

Im Mittelpunkt der Abschlussfeier stand freilich die feierliche Übergabe der Zeugnisse und "Quali-Pässe". Bei den Zehnern erreichten Jana Urich (10a; Schnitt 1,8) und Stephanie Seeberger (10b; Schnitt 2,0) die Klassenpreise; ein Lob bekamen Carolin Kleinert (2,0), Victor Laumann (2,0), Lena Pflüger (2,0) und Nicole Wörthmüller (2,0).

Bei den "Neunern2 waren Gina Jacobs (9b; Schnitt 1,7) und Simona Gheorghe (9a; Schnitt 1,8) die Klassenbesten; mit einem Lob wurden Melina Elert (1,8), Marius Soyez (1,8), Alina Neely (1,9), Alina Götte (2,0) und Lara Helter (2,0) bedacht.

 

Nachdem Scheuermann einen kleinen Überblick darüber gegeben hatte, wie die Schüler nun weitermachen, richteten Vertreter der einzelnen Klassen Dankesworte an ihre Lehrer, die es "zugegebenermaßen nicht leicht hatten". Als Zeichen des Dankes hatten sie Präsente zusammengestellt. Ein gemeinsames Zusammensein im Foyer rundete den gelungenen Abend ab.

 

Text u. Fotos: Ines Waldherr, KTS

Fotoserie "Abschlussfeier 2016"

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